Die TIE-Break Methode


Theatre-In-Education kommt aus Großbritannien und arbeitet nach folgendem Prinzip: In einem Theaterstück wird mit den künstlerischen Methoden des Theaters eine alltägliche Problematik dargestellt. Die Zuschauer haben dabei die Möglichkeit, den Ausgang des Stückes so zu gestalten wie sie es für Richtig erachten. Die Schauspieler nehmen jeden Lösungsvorschlag auf und improvisieren damit den Fortgang der Handlung. Das Publikum findet das Ende der Geschichte. Dies bedeutet: Jede Vorstellung hat ein anderes Ende, da die aktuelle Situation des Publikums die Handlung in die eine oder andere Richtung lenkt.
Dies wird dadurch erreicht, dass das Stück immer wieder durch kurze Aktionen, wie "Still Imaging" "Hot Seating" "In-Role-Technik" und "Forum Theater" unterbrochen wird, an denen das ganze Publikum aktiv teilnimmt.


"Still Imaging" - Die Schauspieler verlassen ihre Rollen und bauen mit Kleingruppen Standbilder (Statuen) zu den gesehenen Gefühlen und Eindrücken. Die Jugendlichen stellen die Gefühle von Felix und Silke dann als Standbilder auf der Bühne dar.


"Hot Seating" - Die Zuschauer haben die Möglichkeit, die Figuren des Stücks zu befragen, um Näheres über ihren Verhaltenshintergrund und ihren Charakter herauszufinden.


"In-Role-Technik" - Den Zuschauern wird das ganze Stück über Einblick in eine Rolle gegeben, um Verhaltensweisen nachvollziehbar zu machen, Schwellenangst abzubauen und kreatives Arbeiten bei der Veränderung der Rolle zu ermöglichen.


"Forum Theater" - Die Szenen werden rückwärts gespielt und die Zuschauer müssen "Stop" rufen, wenn jemand denkt, es müsse sich etwas ändern, damit das Stück einen positiven Verlauf nimmt. Die Schauspieler unterbrechen bei jedem "Stop" die Szene und "frieren" zum Standbild ein. Der Moderator erfrägt dann den Publikumsvorschlag und gibt das Zeichen zum Weiterspielen. Die Schauspieler nehmen die neuen Anregungen spontan auf und geben der Szene einen neuen Verlauf. Zuschauer aus dem Publikum können ihre Idee auch selber umsetzen und mit den Schauspielern ihre Idee auf der Bühne ausprobieren.

Bisher hat TIE-Break mit seinen Stücken bereits über 7000 Kinder und Jugendliche erreicht. Die künstlerische Seite des darstellenden Spiels und die pädagogische Seite sind dabei gleichwertig und werden auf hohem Niveau umgesetzt.